07.07.08 Tobias wieder zurück in Deutschland

Liebe Freunde

So sehr ich mich auf meine Tour gefreut habe, so super super toll wie sie war....erst jetzt bin ich an meinem eigentlichen Ziel angekommen.

Zurueck bei meinen Lieben. Zurueck bei Jana, Mingue, Sosthene und Pauline.

Wenn man so lange weg ist......ja dann bekommen auch eisenharte Radfahrer schon mal Sehnsucht nach den Lieben.

Am Donnerstag morgen war ich noch in Beijing. Erst Abschied nehmen von meinem Freund und allerbesten Reisepartner Hartmut....(Dir alles Gute und Gottes Segen) und dann ein letztes mal das Pekinger Verkehrsgewuehl geniessen. Eine Stunde sollten fuer die 20 km im Taxi zum Flughafen reichen.

Als wir irgendwann ueber zehn Minuten still standen und gar nichts mehr ging weil sich Autos in einer Kreuzung heillos verkeilt hatten und hier jeder nur vorwaerts denkt.....bin ich aus dem Taxi raus und forderte einzelne Fahrer auf doch ein Stueck zurueckzusetzen. Vergebens.....Achselzucken, der andere soll doch zurueckweichen.....

Hier nun besann ich mich auf Udos Trillerpfeife. Was bei den grossen Hunden in Anatolien Respekt einfloesst wirkt auch im Pekinger Verkehrchaos. Laut pfeifend und gestikulierend loeste ich den Knoten in weniger als zwei Minuten...mein Taxifahrer hatte bis zum Flughafen ein breites Grinsen.....die Trillerpfeife habe ich im gelassen.

Im Flieger setze ich mich dann lange ans Fenster.

Hier unten wird mein Freund Hartmut jetzt lang fahren. Der Flieger nimmt die gleiche Strecke. Nach Ulan Bator und zum BaikalSee. Ich freue mich ueber jede menschliche Siedlung die ich sehe, jede Strasse, denke ich doch an meinen Freund Hartmut.

Natuerlich ist es schoen durch grosse weite Landschaften zu fahren. Aber die Begegnungen mit den Meschen ist es fuer mich dann doch, die unsere Reise so wunderbar gemacht hat.

Wir haben nicht die ganze Welt und auch nicht die halbe Welt gesehen, so dass ich nicht fuer die ganze Welt sprechen kann. Die Teile die wir gesehen haben erschienen uns jedoch oft wie ein Friedensdorf.

Natuerlich sehen wir oft hart arbeitende Menschen, vor allen auf den Feldern stehen die Menschen schon wenn wir morgens auf das Rad steigen und viele noch abends, wenn wir absteigen, so dass wir uns mit unserer koerperlichen Leistung gar nicht so toll vorkommen koennen. Aber dieses Leben in Anstrengung gibt Salz und ist nicht fade. Die Menschen sind nicht nur freundlich, viele machen einen zufriedenen und gefestigten Eindruck.

Vielleicht bin ich naiv, aber ich konnte mir noch nie so gut vorstellen, dass die Globalisierung, die Moeglichkeit, dass die Menschen zusammenkommen koennen, diese Welt friedlicher macht.

Jetzt werde ich mich nicht nur meiner Familie widmen, sondern ich moechte weiter im  Friedensdorf aktiv bleiben. Anklopfen und mich ueber sich oeffnende Tueren freuen.

Ich moechte mir auch Muehe geben eine kleine PhotoPräsentation bis zum Sommerfest beim Friedensdorf am 13.09 zusammenzustellen.

Danke an alle mitfiebernden

und drueckt Hatmut weiterhin die Daumen.....bis jetzt hat es immer geholfen.

Tobi